Eine Bestandsaufnahme, defekte RTX 2080Ti

From-Hell

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Siehste, deswegen kann ich das nicht, trinke keinen Alkohol, maximal mal beim Grillen ne Schneider Weissen Nelson Sauvin oder Kristall, und Sylvester ein Glas Moet Pinky. Da würde die Karte in 5 Jahren nicht fertig.
 

HuDiNi

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Stand heute Abend
20211023_223650pbja7.jpg
 

HuDiNi

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Soderla, ...
Heute wurde die GPU wieder mit dem PCB verheiratet und 3 der 4 fehlenden RAM-Module wurden aufgelötet.
Alle Bauteile sind nach dem Vorwärmen und Aufschmelzen schön in Position geschwommen.
Anhand der Balls an den Rändern kann man gut sehen, dass es auch unterhalb der Module und der GPU eigentlich keinerlei Lötbrücken geben kann.
Das FLUX hat die Balls sehr schön voneinander separiert.

Die Position für das vierte GDDR-Modul ist derzeit noch nicht ganz klar.
Ich habe mir den normalerweise belegten RAM-Platz nochmal genau angeschaut bevor ich mit dem Löten angefangen habe und denke ich habe eine der seltenen Karten mit unterschiedlicher Aufteilung der RAM-Plätze vorliegen. Der Platz oben scheint im Vergleich mit meiner Palit-2080Ti tatsächlich noch nie benutzt worden zu sein. Da wurde erkennbar kein Modul ausgelötet.
Der freie Platz der Palit sieht genau gleich aus (verzinnt, regelmäßige und sehr kleine Balls, keine Spuren von Flux).
Ansonsten werde ich dieses RAM-Modul später nochmal reballen und umlöten.

Leider sind beim Verzinnen des PCBs 2 unangenehme Dinge aufgefallen.
Es fehlen je ein Pad für eine Signalleitung und eines dessen Leitung zum unbesetzten RAM-Platz führt. Beide sind zum Glück ganz am Rand angesiedelt. Das ist wohl ein weiteres Erbe des stümperhaften Reperaturversuchs.

Ich habe das nach bestem Können behoben und hoffe die Balls haben sich wie geplant mit den Spitzen der vorverzinnten Lackdrähte verbunden.
Der RAM-Platz bleibt zwar (vorerst) unbenutzt ich wollte jedoch auf Nummer sicher gehen. Die Drähte habe ich mit meinem Flex-Acrylat fixiert.
Bei der Signalleitung hatte ich Glück, da diese gleich neben dem fehlenden Pad in eine Durchführung verschwindet und auf der Platinenrückseite weiterverfolgt werden konnte. Gleich neben der GPU kommt diese dann auch wieder zur Vorderseite zurück. Ich kann also den Lackdraht dort wieder anlöten.

Weiter Bilder folgen heute Abend.

p1120134uok78.jpg
 
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HuDiNi

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Nachfolgend ein paar Bilder der Reparatur von Platine und Leiterbahnen - Rückseite first

Reparatur an der Bruchstelle, armiertes Acrylat für Stabilisierung und Isolierung sowie mit Kupferfolie die Lücke im Masselayer überlötet.
Vorbereitung für die Signalleitungen Perst#, TDI, TDO (SMBUS), und SMCLK vom TOP-Layer, da hier durchkontaktiert.

p11201490rkq1.jpg


p112015442jxp.jpg


p1120163m1ksh.jpg
 
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From-Hell

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Also ich könnte das nicht, da hätte ich nicht die Geduld zu, selbst wenn ich es theoretisch könnte, praktisch wäre das Ding bei mir zum Tod verurteilt. Warum kaufst Du Dir überhaupt Bauteile, Du könntest auch einfach aus drei leeren Joghurtbechern, nem Pfund Tüddeldraht, und ner Tüte Elektroschrott nen Quantenrechner zusammenlöten. McGyver gibt's doch.
 

HuDiNi

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Zum Thema Quantencomputer:
Ich als Tiroler werde mehr oder weniger zwangsläufig immer mal wieder über den Stand der Dinge informiert, da man ja an der Uni Innnsbruck an der Entwicklung der für Rechenaufgaben notwendigen "Schaltungen" forscht. Das geht seit fast 30 Jahren so.
Auf Grund des immensen Zeitraumes ohne greifbares Ergebnis habe ich den Schmarrn gemeinsam mit den tatsächlich Strom produzierenden Fusionsreaktoren in eine Schublade geschmissen und bin mir sicher, dass ich vor der Seligwerdung sowas nicht mehr als laufendes Gerät zu Gesicht bekommen werde, ...
Erst dieses Jahr musste man sich erzählen lassen, dass es (theoretisch) wohl aktuell möglich wäre einen Rechenknecht mit dieser Technologie zu basteln, mit der Leistung eines gemeinen Taschenrechners und den Abmaßen einer Turnhalle (woher kennen wir das denn?), ... :unsure:
Schaltet man hier übrigens sprichwörtlich das Licht aus, geht jegliche Information verloren und müsste nach dem Einschalten erst wieder aus herkömmlicher Technologie gebootet werden. Es gibt offensichtlich noch keine stabile adressierbare ROM/RAM-Baugruppen und ohne sowas geht auch kein Quanten-Compi. In meinen Augen ist das an Armseligkeit wegen der bereits verstrichenen Zeit kaum zu überbieten.
Die basteln an Logikelementen rum ohne zuvor etwas entwickelt zu haben, wo ich das Ergebnis der logischen Auswertung dauerhaft ablegen kann.
Wo ist da die Logik? :devilish:
Zur Ehrenrettung der staatlichen Uni bei uns sei noch angemerkt, dass der Nonsens global der gleiche ist.
Wenn du mich fragst wird es Zeit, dass Elon was von TESLA entwickeln lässt.
Dann geht das in spätestens 10 Jahren, ... ;)
 
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From-Hell

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Ja, das ist leider wirklich so, dabei gibt es positive Beispiele, die solche Großrechner hinbekommen, und ich meine nicht Conrad Zuse 🤪 ich denke auch dass das Konzept nicht stimmt. Warum Eine große Einheit, warum nicht einen vernetzten Schwarm, damit bessere Aufteilung der Energie und Effizienz.
Ich denke es mangelt an Planung und Grundwissen bei solchen Produkten, und vor allem am Willen und der Kreativität, das ist der Vorteil von Musk. Der hat eine Vision und verfolgt die stringent. Auf politischer Ebene hat einer eine Idee oder es gibt eine Notwendigkeit, dann sucht man, ahnungslos wie man ist nach Umsetzungsmöglichkeiten, und hat ratzfatz tausende im Boot die mitmachen wollen, aber leider nicht um das umzusetzen, sondern an den finanziellen Mitteln zu partizipieren.
Das ist leider der Grund für die ganzen technischen Desaster der letzten Jahrzehnte.
Ein Musk wacht morgens auf, hat geträumt das man kleine transportable Fusionsreaktoren bräuchte und ein Jahr später steht der funktionierende Prototyp in irgendeiner Halle. Weil nicht viele Köche den Brei versalzen, sondern der Küchenchef dan Brei gestaltet und die anderen nur die Küchenhilfen sind.
Ich arbeite ja im Bereich der IT Effizienz und Kühlung, wir haben unsere eigenen Server seit einiger Zeit nicht mehr mit Radiatoren gekoppelt, sondern mit einer Wasserkühlung die in einer Chain von Wärmepumpenheizungsanlagen von Nibe mündet, die Wärmetauscher der Heizung nehmen die Abwärme der Rechner zu mittlerweile fast 90% in Echtzeit auf und machen daraus Heizleistung und Warmwasser für unsere Büros und Gebäude. Der Rest wird durch Luftwärmepumpen erzeugt, der Strom kommt aus eigenen Solaranlagen und Speichern, wodurch wir als Unternehmen eine Energieeffizienz von fast 83% aus erneuerbaren Energien erreicht und wir nur noch 17% unseres gesamten Verbrauches aus dem Netz beziehen. Wir nutzen abfallende Wärmeenergie der Rechner, sogar die Energie der LED Beleuchtung durch Solarfolien auf ungenutzten Oberflächen in den Räumen und Hallen , also quasi Indoor Lichternergie, und führen sie in den Kreislauf zurück. Das spart nicht nur einige Zehntausend Euros pro Monat an Kosten, es nützt auch die Ressourcen so effizient wie möglich. Bis Ende 2025 wollen wir komplett autonom arbeiten, 100% unserer Energie selbst erzeugen und nutzen. Keine Brennstoffe mehr für Heizwärme und Warmwasser, den eigenen Strom rein aus Lichtenergie und ergänzend zwei kleinen Windkraftanlagen, das zeigt doch, das quasi alles geht, wenn man nur will, und sich nicht von Profiteuren und Lobbyisten verarschen lässt.
 

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Glaubt man dem Herrn Lesch, so werden auch die kleinen Fusionsmeiler nicht in einem überschaubaren Zeitraum funktionieren.
Und damit meine ich jetzt bis zum Damoklesjahr 2050 (Klimakatastrophe), ...
Ähnlich den Quanten-Rechnern muss da vom Konzept weg erst noch vieles erforscht und entwickelt werden.

Auch die kürzlich vorgestellten kleinen Spaltreaktoren werden nicht vor 2050 einsatzbereit sein und da sollten beide Technologien ja eigentlich schon 25 Jahre gelaufen sein (in Massen).

Außerdem bin ich mir sicher, dass auch die kleinen Spalter keiner vor seiner Haustüre haben wird wollen.

Bin mal gespannt, ob wenigstens die Chinesen in den nächsten 5 Jahren ihre Flüssigsalzreaktoren ans Netz bekommen, ...
Und die haben aktuell bereits eine wirkliche Energiekrise, nicht eine erst in x Jahren prognostizierte, ...
 
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From-Hell

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Ja, Atomstrom ist ja zumindest bedingt sauber, wenn man mal von der Entsorgung der Atomabfälle absieht. Es wäre wesentlich sinnvoller sich auf die Effizienz von Solar, Wind und Gezeitenkraft zu konzentrieren und vor allem in die Effizienz von Speichern, dann wären Minireaktoren überflüssig. Wir verfügen über genügen Optionen. Wir müssen nur lernen eine Mehrfachnutzung zu betreiben, das schöne an Energie ist, die geht nie verloren, sie wandelt nur ihre Erscheinungsform, also muss ich sie in all ihren Formen weiternutzen. Beispiel Serverkühlung, aus der elektrischen Energie wird Wärmeenergie, die ich ebenfalls nutzen kann, statt sie einfach nur mit noch mehr Energieaufwand Abzuführen und freisetzen zu wollen.
Wir sind einfach ineffizient. Wir überlegen wo wir einen steigenden Bedarf an Energien herbekommen, statt die vorhandene effizienter zu nutzen und Synergien zu erzeugen. Man kauft doch auch kein Kobe Rind im Ganzen und frisst dann nur das Filet.
Jede Energie die wir nutzen erzeugt in abgewandelter Form Abfallenergie, derer wir uns entledigen wollen statt sie alternativ zu nutzen. Wir sind allegemein bei ca. 30% Effizienz der Energienutzung, mit den vorhandenen Technologien waren aber locker 70-80% effienz möglich, würde wir also effizienter, könnten wir auf fast 2/3 der erzeugten Energie verzichten.
Wenn der Müller 100kg Weizen in die Mühle kippt, unten aber nur 5kg Mehl rauskommen, dann sagt der nicht ich brauche 25kg also kippe ich jetzt 500kg Weizen rein, sondern guckt wo das Problem liegt und wohin die 95kg Weizen verschwunden sind und behebt das Problem. Wir sind aber offensichtlich alle keine Müller, sondern ignorant und Opfer von politischen Zwängen und Bereicherung einzelner.
 
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