Eine Bestandsaufnahme, defekte RTX 2080Ti

HuDiNi

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Wir sind allegemein bei ca. 30% Effizienz der Energienutzung, mit den vorhandenen Technologien waren aber locker 70-80% effienz möglich, würde wir also effizienter, könnten wir auf fast 2/3 der erzeugten Energie verzichten.
Das könnte glatt aus einer Broschüre stammen, welche den Verbrennungsmotor verteufelt (in die Hölle gehört der eh schon länger) und gleichzeitig den E-Mobilitätsgegnern den Wind aus den Seegeln nimmt, wenn die mal wieder stereotyp die Frage wiederholen, wo man denn den Strom dafür hernehmen möchte, ... o_O
Selbst wenn man morgen Benzin oder Diesel in den Braunkohle-KWs verheizt (was neben Gas wohl ohnhin der Fall sein dürfte), kann man die darin enthaltene Energie rund 3 mal effizienter in ein Stromauto füllen, als wenn man dieselbe Spritmenge in einem nach physikalischen Gesetzen arbeitenden und damit endlich effizienten Hubkolben-Verbrennungsmotor verfeuert.
 
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From-Hell

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Ja, man darf die Effizienz auch nicht nur auf Fahrzeuge projezieren, auch unser alltäglicher Stromverbrauch ist ineffizient, wir vergäuden an allen Ecken Strom, wenn ich bei uns schaue, wir haben 20121das alte Haus verkauft und ein neues Gebaut, damals schon habe ich eine Warmepumpenheizung verbaut, habe Solarflächen und Speicher eingebaut, eine Zisterne mit Pumpen und Filtersystem für das Brauchwasser, also Toiletten, Garten etc. ich beziehe im Jahr momentan wenn's schlecht läuft noch 600kwh aus dem Netz, wenn's gut läuft quasi null, im Sommer gebe ich reichlich ab, das heißt kosteneffizient bin ich schon, ich habe 0€ Stromkosten und 0€ Heizkosten, brauche kein Öl, kein Gas oder sonstwas, Wasser brauchen wir nur 1/3 der Menge im Vergleich zu anderen 4 Köpfige Familien. Wenn ich in 2 Jahren meine Module austausche von den jetzigen 260Watt Modulen auf 320Watt Module und den Speicher 20% größer mache, verdiene ich sogar und brauche auch im Winter keinen Fremdstrom mehr. Alle Geräte sind höchste Effienzklasse A++ , Beleuchtung ausschließlich LED, Im alten Haus hatten wir bei 15% weniger Wohnfläche im Jahr 6000€ Heizöl, knapp 2000€ Strom das heißt ich habe in den letzten 10 Jahren mindestens 80.000€gespart, die Kosten der Solaranlage weggerechnet, sind es immer noch 40.000€, die Wärmepumpenheizung war keinen Cent teurer als es ein Verbrenner gewesen wäre.
Gut, ich fahre kein E-Auto, sondern nen Voll Hybrid, aber auch da habe ich bei 250PS, Allrad und knapp 2 Tonnen Gewicht nur , ca 5-6 Liter Verbrauch, und dank dem US Umrüstsatz von Kia kann ich Flexfuel tanken, also meist E85 Ethanol.
 

HuDiNi

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Soderla, es ist vollbracht.
Alle Leiterbahnen sind wieder verbunden, der Riss ist (mehr als) ausreichend versorgt.
Je nach Lust (und Mut) werde ich die Karte die nächsten Stunden oder Tage mit dem Palit-Lühler in den Test-PC einbauen (Acrylat trocknet grad), ...

Was mir heute erst aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass auch die present-Leitung durch ist.
Das ist jene Leitung, welche die beiden kürzeren Pins an Anfang und (fast) Ende des PCIe x16 über das Graka-PCB miteinander verbindet, um dem Mobo mitzuteilen wie lange die eingesteckte Karte ist und ob diese ausreichend im Slot steckt.
 
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HuDiNi

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Ich habe den fast vollständig weggeschliffenen PIN für clkreq# mit einem Stück Kupferfolie ergänzt, die Leitung durch die Ausnehmung geführt und auf der Rückseite an die Durchkontaktierung gelötet.

p1120188qrj4i.jpg


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p11202017rjla.jpg


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HuDiNi

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Die present-Leitung habe ich entlang der bereits vorhandenen Leitung von perst# von prsnt1# bis prsnt2# verlegt und einmal an den Pin und am Ende an einen vorhandenen Kondensator gelötet. Zum Glück muss ich auch hier wegen einer vorhandenen Durchkontaktierung mit dem Draht nicht die Seite wechseln.

p1120210-kopieeok0o.jpg


p1120215-kopierhkoo.jpg


p1120217yyjjj.jpg
 
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HuDiNi

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Den ebenfalls arg lädierten Massepin neben clkreq# habe ich übrigens gespart, davon gibts ja genug.
Den noch fehlenden Controllerchip für USB-C werde ich erst nach erfolgreichem Test auflöten.

Ich werde die Karte noch einer kompletten Isopropylwäsche unterziehen und anschließend komplettieren.
Ich bin mal gespannt, ob sich die Arbeit gelohnt hat.
Für den Test tut es frische WLP und die alten Palit-Pads.
 
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From-Hell

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Isopropyl, das kenne ich sonst nur aus dem Vodka vom billigen russischen Supermarkt im Nachbarort ;-)
Haste evtl. die Karte letzte Nacht ausprobiert, dachte nur, weil Bundesweit der Notruf ausgefallen ist :) Nein, Ernst beiseite, das sieht verdammt vielversprechend aus, die Frage ist nur, wo machst den ersten Lauftest? haste noch ein altes Mainboard und ne CPU mit der Du das Testen kannst?
Im Falle von Fehlerströmen kann es Dir MB, CPU und evtl. sogar die RAMs zerschießen, ich würde es daher erstmalig in einem, kann-eigentlich-weg-System Testen
 

HuDiNi

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Ein erster Test wurde gemacht.

Bezüglich Kurzschlüssen welche womöglich das Mobo himmeln habe ich eigentlich keinerlei bedenken. Messtechnisch (mit bescheidenen Mitteln) ist ja nichts auffällig.
Ich teste das aber natürlich auf meinem alten Z97-Gryphon.

Leider läuft die Karte (noch) nicht.
Explodiert oder abgebrannt ist erstmal aber auch nix. ;)
Springt einfach nicht an und wird noch nicht mal warm.

Daher habe ich nach nochmaliger Überprüfung eine nähere Untersuchung der restlichen Bestückung gemacht und es fehlen wohl drei wesentliche Teile auf der Rückseite.

Als da wären:
vermutlich ein kleiner Schaltregler in CMOS/LDO-Ausführung mit satten 2x2 mm
dessen eingangsseitiger Kondensator
eine Shottky-Doppel-Diode-BAS70-06

Anhand der Bilder und Markings welche ich von meiner Palit geschossen hatte, konnte ich die Diode sicher und den Regler wahrscheinlich identifizieren.
Der Kondensator ist ohnehin unkritisch und hat vermutlich 1µ (Vorschlag aus dem Datenblatt).
Anhand des SMD-Markings am Regler (6N) kann man die Ausgangsspannung leider nicht ermitteln.
Außerdem scheint es über 30 Bauteile unterschiedlichster Funktion mit dem selben Marking zu geben. Ein Spannungsregler ist aber am wahrscheinlichsten.
Daher werde ich wohl nochmal meine Palit ausbauen und im Betrieb messen müssen, da es diese Regler mit Festspannungen von unter 1 bis über 5 Volt gibt.
Ein Wert von vermutlich um 1 Volt rum ist wahrscheinlich, macht ja sonst wenig Sinn.
Extern sind nur je ein Kondensator eingangsseitig und ausgangsseitig vorhanden.
Eventuell kann ich auch anhand des versorgten Bauteils bzw der Baugruppe noch was rausbekommen, sofern ich die Leiterbahnen nachverfolgen kann.

Ob man den Winzling überhaupt kaufen kann, steht noch in den Sternen (daher fehlt der wohl auch).
Ich finde das Teil noch nicht mal mit dem vorhandenen SMD-Package (hat außen sichtbare Lötpins an der Basis).
Das alternative Package (USPQ-4B03 als LGA, also ohne Lötpins) ist mit 1x1 mm viel zu klein.
Solche Dinger sind laut Datenblatt außerdem für batteriebetriebenes Gerät gedacht. :eek:
Wenn sich nix findet, werde ich einen passenden Regler mit SOT-Package ordern und fliegend verdrahten. Die Spannung muss halt noch ermittelt werden.
 
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HuDiNi

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Ergänzend habe ich im Amazonas gefischt und ein PCI-Riser Kabel x4 zu x4 (für den grundsätzlichen Betrieb ausreichend) mit 25 cm länge geordert, wo man anständig direkt an den Pins messen kann. Außerdem wird die Karte selbst dann im Betriebszustand zugänglicher.
 

HuDiNi

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scheiße, was haben die denn mit der Karte gemacht?
Teilespender, und dann den Hype genutzt den Schrott loszuwerden.
Tarnen hat dem Verkäufer am Ende aber auch kaum was genutzt.

Defekte 2080Ti gehen aktuell bei Ebay immer für € 300.-- Plus weg, ...

Ich hab mir die Platine genauer angeschaut.
Es fehlt wohl der Kondensator am Ausgang und nicht der am Eingang.
Was NVidia-Karten mit der resultierenden Spannung befeuern weiß ich noch nicht.
 
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HuDiNi

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kleines Update:
Die Regler sind in diesem Package in nur einer Config gebaut.
Also ist es tatsächlich der ausgangsseitige Kondesnator, der fehlt.

Die wahrscheinliche Ursache, warum das ausgelötet wurde, habe ich wohl auch gefunden.
Das ausgangsseitige Pad hat einen Kurzschluss gegen Masse. Demnach wird wohl das versorgte Bauteil durch sein (eventuell eine Diode).
Messen bzw Nachverfolgen wo das hingeht, kann ich so natürlich nichts, da sich die Leiterbahnen nicht direkt verfolgen lassen, weil diese über eine Doppeldurchkantaktierung auf einem der innen liegenden Layer weitergehen.
Überall wird wegen dem Problem Durchgang gegen Masse gemessen.

Hier muss also die funktionierende Palit nochmal fürs Messen herhalten.
In der direkten Umgebung kann ich außerdem nichts finden, was nicht auch mit einer Versorgungsspannung von 3.3 oder 5 Volt funktionieren kann.

Eine Überlegung meinerseits:
Es kann auch durchaus sein, dass der Regler, welcher ja ultraschnell schaltet, nur für ein Signal-Step-Down verwendet wird, der Ausgang also logisch ausgewertet wird (quasi eine Funktion als Schalter erfüllt), um die Funktion des vorgeschalteten Reglers auszuwerten.
Die eingangsseitige Spannung dürfte 5 Volt sein (via BFRJ=MP28168GQ).

Sobald der Riser da ist, wissen wir mehr.
 

HuDiNi

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In der Ecke befinden sich aber auch die Microcontroller für die VRMs, welche wohl irgendwo um die 2.8 Volt benötigen, dafür ist aber meiner Meinung nach der maximale Ausgangsstrom viel zu gering (300mA).
Hab in einem Beitrag von vor 2 Jahren außerdem grad gelesen, dass diese eine Referenzspannung brauchen, könnte also auch dafür sein.
 
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