Selbstbau passgenaue und unsichtbare Staubfilter

From-Hell

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Ich habe des Öfteren die Erfahrung gemacht, das viele Gehäuse nicht über Staubfilter in der Gehäusefront oder sonstigen Intake Bereichen verfügen , das zu kaufende Material ist oft einfach auf Lüftergröße ausgelegt und stört oft die Optik. Daher hier ein kleiner DIY Guide zum selbst machen!
für 10-20 Euro maximal lassen sich somit ganze Gehäuse nachrüsten

Was ihr benötigt:
  1. Biege- oder Basteldraht 2-3mm z.B. bei Ebay für weniger als 1€ pro laufenden Meter
  2. Nylon Strumpfhose oder Strümpfe schwarz durchsichtig , meistens Kostenlos ;-)
  3. Pattex Spezial Kleber Textil ca 4-5 Euro
  4. Heißkleber / Heißklebepistole, schon ab 10-15€ im Baumarkt oder Online, kann man auch für anderes immer wieder gut gebrauchen
  5. Tesafilm zum kurzfristigen fixieren

Wie es geht:

  • Ihr baut das Teil ab das mit einem Filter versehen werden soll, ich mache das anhand eines Beispiels mit einer Gehäusefront
  • Die offenen Teile der Front ( z.B. Mesh ) von der Innenseite mit dem Biegedraht abformen, am Rahmen entlang mit etwas Abstand ( 1-2 mm wenn möglich mehr ) zum Mesh, so weit wie möglich vom von außen Sichtbaren Bereich entfernt bleiben
  • Den dann entstandenen Rahmen herausnehmen
  • einen Nylonstrumpf aufschneiden so das eine möglichst große und ausreichende Fläche entsteht
  • Den Rahmen als Schablone Nutzen und den Strumpf mit etwa 5mm mehr Überstand an allen Seiten auf die Form des Rahmens zuschneiden
  • an der ersten Seite des Strumpfes ( wichtig erst nur eine oder maximal 2 Seiten bearbeiten , auf keinen Fall gegenüberliegende Seiten, da das den späteren Spannvorgang behindert ) etwas vom Textilkleber verteilen, auf der Vollen Seitenlänge etwa 5mm breit dünn Kleber verteilen
  • dann den Drahtrahmen mit der entsprechenden Seite auf den Rand des Nylonstoffes legen und den überstehenden Stoff um den Draht herumlegen, so dass der Stoff den Draht einschließt
  • dann den Kleber aushärten lassen bis er belastbar ist
  • Jetzt die gegenüberliegende Seite des Rahmens genauso bearbeiten dabei den Stoff leicht spannen so dass er glatt und faltenfrei ist, die geklebte Naht evtl mit etwas Tesafilm fixieren, bis der Kleber belastbar ist
  • Das Ganze wiederholt ihr mit allen Seiten des Rahmens bis ihr einen glatt mit Nylonstoff bezogenen Rahmen als Staubfilter habt
  • Der Rahmen bleibt nach wie vor noch gut Anpass- und Formbar
  • wenn der Kleber rundum ausgehärtet ist, den Rahmen nochmal an den späteren Einbauort anpassen
  • wenn alles passt in die Kunststoffteile des Gehäuses wo der Rahmen hin soll, ein paar erbsengroße Punkte Heißkleber setzen, diese erst ein wenig abkühlen lassen, damit das Nylongewebe durch die Hitze nicht schmilzt
  • Dann den Rahmen auf die Klebepunkte einsetzen, abkühlen lassen und fertig ist der Passgenaue und effektive Staubfilter
  • Das Teil wieder Montieren, von außen ist fast nichts zu erkennen, der Airflow wird nicht behindert, aber staub bleibt effektiv draußen

Viel Spaß beim Basteln
 
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From-Hell

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Danke, ja ist gar nicht so schwer, wer ein klein wenig Bastelgeschick hat kann sich effiziente Staubfilter günstig selbst bauen, ich finde die fertig zu kaufen den massiv überteuert und die gibt's halt nur in bestimmten Formen, so dass man sie nur vor den Lüftern verwenden kann, das schirmt aber den Rest nicht ab und den Staub vor den Lüftern dann regelmäßig zu entfernen ist aufwendig, einfach die Front von außen absaugen ist viel bequemer.
Theoretisch geht's noch einfacher, du kannst den Stoff mit gutem Klebeband auch direkt innen in die Rahmen kleben, wenn du genug Platz für die Klebestreifen hast, das mit den Rahmen ist halt besser weil die Ränder maximal 4-5 breit sind, die sind gut versteckbar.
 

From-Hell

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Ach ja, es geht natürlich auch Pollen Stop Vließ, das bekommt man in jedem Baumarkt für 2-3 Euro , ist normal für Fenster gedacht um wie bei Fliegengitter montiert feinste Pollen draußen zu halten, das funktioniert perfekt mit Staub , die Transparenz bleibt erhalten, der Airflow ebenso, Vorteil vom Vlies, es ist etwas robuster als Nylonstrümpfe, das kann man auch direkt mit Heißkleber innen einkleben, ohne Rahmen
 

ztmgaming

Bit-Zähler
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Schöne Bastelanleitung :)
Für die Gehäuse ohne Staub Filter echt ne schöne Idee. Je nach PC und Hardware bestimmt eine gute Sache.

Ich für meinen teil nehme aus allen Gehäusen die Staub Filter raus. Habe vor einiger zeit einen Test gemacht bei dem die Filter einen wärmestau verursacht haben, ohne lief der PC bis zu 6°C kühler.
Hierbei kommt es auch darauf an welche Lüftertypen man hat. Sollte man auf jeden fall nicht außer acht lassen ;)
 

From-Hell

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Da hast Du nicht unrecht, tatsächlich ist es Physikalisch so, dass z.B. Staubfilter die direkt oder sehr nah an den Lüftern sitzen einen erheblichen Widerstand bilden, was wiederum den Durchsatz erheblich mindern kann, zumindest was die sehr dichten Werksmäßigen Filter anbetrifft, einfach weil sie oft zu engmaschig sind, ich kann aber sagen, dass ich am Beispiel eines Kolink Citadel, dessen Front ich verkleidet habe, allerdings Mit Pollen Stop Vlies keinerlei Minderung des Airflows feststellen konnte, dieses Gewebe ist aber auch wesentlich durchlässiger, filtert Staub trotzdem sehr gut.
Das kannst aber vorher testen mit Wasser, bei Nachrüstbaren IT Staubfilter läuft selbst Wasser nur sehr gehemmt durchs Gewebe, durch die Nylon Strümpfe und das Pollen Vlies Vlies läuft es deutlich ungehemmter.
 

HuDiNi

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Du hast vergessen zu erwähnen, das beim Citadel Mesh die Front satte 5 cm (innen 4cm bis Blech) aufträgt. :eek:
Da ist immer genug Abstand zwischen Mesh/Filtermaterial und den Lüftern, egal ob man die vorne Außen oder Innen ans Gehäuse geballert hat.
Beim Citadel kommt ungemoddet (gute Idee mit dem Pollenfließ btw (y)) ungefilterte Luft leider auch am vorhandenen Bodenfilter fürs NT oder an der Front durch die untere, komplett leere Öffnung am sonst üppig vorhandenen Mesh vorbei (das versteh wer mag).
Das ist das einzige µATX-Gehäuse das ich kenne, wo der Radiator einer Wakü tatsächlich draußen unter der Front Platz finden würde.

Wegen den Staubeinträgen durch sonstige Ritzen und Öffnungen raten diverse Systembastler ja zu Überdruckkonfigurationen, also aktiv mehr (gefilterte) Luft rein blasen als raus.
In Sachen Airflow sollen die unnützen Filter (Allergiker eventuell ausgenommen) bei den Outlets auch noch weg. Was der PC vorne/unten nicht ansaugt, kann er oben auch nicht mehr rausblasen.

Ein Reinraum wird ein PC-Gehäuse trotzdem nie, die wirklich notwendigen Reinigungsintervalle kann man aber doch erheblich verlängern.
Dass die Systeme nicht auf dem Boden stehen sollten (egal ob Teppich oder Glattboden), wisst ihr ja bestimmt alle. ;)
 

From-Hell

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Den Bodenfilter habe ich btw gegen einen alten im Rahmen von nem alten Bitfenix Gehäuse ersetzt, die Blechfalzen leicht geweitet, schon sitzt er und deckt jetzt komplett ab ;-) , das Original Pseudo Filterlappen Dingens was da drunter war ging gar nicht.
Ja Du hast uneingeschränkt recht, der Citadel bietet massig Platz in der Front, was natürlich dem Luftwiderstand sehr zugute kommt, denn Physikalisch ist es nunmal so, das je näher ein Luftwiderstand in welcher Art auch immer den Rotoren / Lüftern kommt, desto größer wird der Widerstand und desto ungleichmäßiger das Strömungsverhalten. Es entstehem bereits am Lüfter selbst Verwirbelungen durch höhere Strömungsgeschwindigkeit an den Seiten. Die Ausnahme ist, wenn die Filter direkt auf den Lüfterrahmen sitzen, dann bleibt die Strömung unbeeinflusst, der Druck nimmt aber massiv ab.
Im Prinzip ist gerade das Citadel auch super zu reinigen, dank Tür, Tür auf, Luftdruck ausblasen, absaugen, 3 Minuten Arbeit fertig.
Luftfilter bringen auch nur dann etwas wenn sie an den Intake Bereichen wirklich alles abdichten und , wie Du schon sagtest, die Lüfterconfig auf Überdruck ist ebenfalls wichtig, denn die Überdruck Config sorgt dafür das es keinen Ansaugeffekt gibt, und sofern die Intakes über eine Staubfilterung verfügen, der Innenraum lange weitestgehend Staubfrei bleibt.
Im Prinzip verfügt jedes MB über eine Lüftersteuerung, die auch noch sehr genau justierbar ist.
Wenn man also die Intake Lüfter sowie die Outtake Lüfter statt auf Temperaturgesteuerten Betrieb auf feste Werte einstellt, dann hat man den Effekt ganz einfach hergestellt. Dabei ist zu beachten, dass man sich nur am Luftdruck der Lüfter orientieren sollte, nicht am Durchsatz, denn der Luftdruck nimmt mit sinkender Drehzahl unproportional zum Durchsatz der Luftmenge ab. Deshalb ist es beim Lüfterkauf wichtig den Luftdruck im Verhältnis zur Drehzahl und Lautstärke auszusuchen
Das beste Beispiel ist der Enermax Squa, ein Top Lüfter der selbst bei Maximaler Drehzahl nahezu unhörbar bleibt, aber einen sehr hohen statischen Druck erzeugt, auch sehr gut für WaKüs geeignet, denn bei Radiatoren ist die Durchsatzmenge des Lüfters wurscht, man braucht möglichst hohen statischen Druck
Umdrehungen300-1500rpm
Luftdurchsatz41.68-115.99m³/h
Luftdruck0.17-1.898mmH₂O
Lautstärke12-23dB(A)
Hier sieht man sehr schön, dass der Lüfter bei 1500Umdrehungen knapp 1,9mmH2O erzeugt ( das sind rund 0,2 Millibar bzw 0,0002Bar ), bei nur noch 300Umdrehungen ,also 20% Leistung bringt er aber keine 20% Luftdruck mehr, sondern nur noch rund 9% des Drucks, dafür aber ca. 35% der Durchsatzmenge.
Beispiel 2 Intake Lüfter vorne mit ein Luftdruck von je 1,89mmH2O bei 95-100 Drehzahl könnt ihr z.B. drei Outtakes dagegensetzen, zwei oben einen hinten ( Gilt nur bei Luftkühlungen, bei Verwendung von einer Wakü ist das wieder anders, die thermisch optimale Nutzung einer Wakü sieht den Einbau des Radis oben vor, Lüfter in den Innenraum des Gehäuses gerichtet und direkt auf dem Radi montiert, optimalerweise auch mit Dichtungsgummis zwischen Lüfter und Radi, dadurch wird der höchstmögliche Luftdruck durch den Radi gewährleistet und die Warmluft direkt nach außen geführt ) die dann mit maximal 30-40% der Drehzahl fest eingestellt werden sollten, somit ist gewährleistet, dass der Einströmdruck höher ist als der Ausströmdruck.

Und an dieser Stelle möchte ich, weil Oben schon erwähnt ein für allemal mit ein paar ewigen Diskussionen aufräumen, bei einem Radiator erzeugt man IMMER den besten Effekt, wenn die Lüfter Blasend , also vor dem Radi sitzen, denn nur dann wird der maximale Luftdruck erzeugt und durch den Radi geblasen. Das hat mit der Wirkweise der Rotoren und der Gehäuseform zu tun, saugend erreichen Lüfter nur einen Bruchteil ihres möglichen Luftdrucks, blased immer den Maximalen.
Dazu Kommt das die Lüfter deshalb am Besten immer DIREKT auf dem Radi sitzen sollten, maximal mit einem Dichtgummirahmen zwischen Lüftern und Radi, dann der Luftdruck nimmt durch den Radi nimmt rapide ab, wenn man den Radi am Beispiel einer Gehäusefront z.B. Innen am Frontträger Montiert, die Lüfter dann aber aus meist Platzgründen außen vor dem Träger, dann entsteht ein Spalt durch den Träger der einen erheblichen Teil des Drucks schon vor dem Radi austreten lässt, so dass der Luftdruck durch den Radi stark sinkt.

Der optimale Montageort für eine Wakü ist ohne Ausnahme immer Oben am Gehäuse, falls möglich, oben den Radi, direkt darunter die Lüfter von innen nach außen blasend.
Man kann ihn , wenn es gar nicht anders geht, auch in die Front setzen, dann sollte man den Luftstrom jedoch umkehren und Hinten bzw. Hinten + Oben die Air Intakes setzen und die Wakü durch den Radi von Innen nach vorne außen blasen lassen

Wenn ich den Radi in die Front setzen, und von außen nach innen blase, dann muss ich für eine maximale Entlüftung sorgen und einen weiteren Freshair Intake unterhalb im Gehäusen, da ich sonst Gefahr laufe durch die sehr Warme Luft aus dem Radi die restlichen Komponenten zu überhitzen.

Je nach System, benötigter Kühlung, und genutztem Gehäuse ist es teilweise effizienter eine Solide Luftkühlung statt einer Wakü zu nutzen, sofern ich keinen optimale Einbauort für den Radi finde, gute Luftkühler kommen teilweise mit mit bis zu 250-300Watt Abwärme klar, und erreichen somit die Leistung der meisten AIO WaKüs, eine ineffizient arbeitende WaKü ist allemal schlechter als eine effiziente Luftkühlung.
 

From-Hell

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Um das nochmal zu ergänzen, die Konzeption moderner Lüfter ist so, dass sie von der Vorderseite möglichst großflächig und gleichmäßig möglichst widerstandsfrei große Luftmengen ansaugen, durch Gehäuseverjüngung und Blattstellung und Blattform optimal verdichten und hinten ausgeben, dieser Effekt funktioniert nur in Blasender Richtung, also der Strömungsrichtung mit 100% Leistung, saugend ist der Effekt oft mehr als 30% verringert, zum ersten durch die Form des Lüfterrahmens und des Motorträgers der die Strömung und Masse stark beeinflusst, zum zweiten durch die Blattstellung die richtungsgebunden arbeitet.
Saugend, also Lüftervorderseite direkt am Radi, wird die Zufuhr so stark gehemmt, das der Lüfter den vollen statischen Druck teilweise gar nicht aufbauen kann, denn es bedarf eine Mindestluftmenge die der Lüfter ungehindert bekommen muss, um mittels Verdichtung den Druck du erreichen.
Das zeigt sich schon ganz einfach an den Werten die man Angibt, denn es wird immer Luftdruck angegeben, niemals sie Sogstärke und den maximaldruck erreicht man nur in der Strömungsrichtung


Das beste Beispiel dieser Wirkung ist einer der stärksten 120er WakÜ Lüfter die es gib, der erreicht bei 3500 Umdrehungen satte 7,13mmH2O Druck und 200kubik Durchsatz erzeugt

Aber er hat einen 120mm Monster Bruder, der erzeugt bei gleicher Umdrehung und Lautstärke Satte 18mmH2O und über 300Kubik

Das Geheimnis, er arbeitet mit zwei hintereinander liegenden Lüftern und einer Doppelverdichtung, der vordere Rotor erzeugt eine gewisse Vorkomprimierung, die der dahinter liegende und etwas schneller laufende nochmals optimiert, damit erreicht er Werte die jeder WaKü das Optimum an Kühlung liefern

Das lustige, das kann jeder selbst nachbauen, man nehme
zwei stück davon direkt übereinander, den vorderen auf ca.80% Umdrehungen rund 1800Umdrehungen laufen lassen, den dahinter auf 100%, damit steigt der Druck von schon guten 2,75mmH2O von einem alleine, unproportional auf über 6mmH2O
 
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From-Hell

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Dazu muss man bedenken das der Luftdruck eines Lüfters kein feststehender Maximalwert, sondern ein berechneter Wert ausgehend von statischem Nulldruck ist, das heißt der Arctic PST verdichtet um das 2,75Fache, wenn der erste also bereits ca 2,1mmH2O bei 1800Umdrehungen beim zweiten anliefert, verstärkt der zweite das nochmal um das 2,75fache.
Leider ist das nicht beliebig erweiterbar, der Effekt verliert sich wieder bei mehr als zwei Rotoren
Aber bei einer so geringen Lautsärke wie bei den 2 Arctic PST dann knapp 6mmH2O zu erreichen ist schon irrsinnig gut und bläst jedem Radi die Grütze aus den Lamellen
 

HuDiNi

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So weit so klar.
Da bei mir jedoch die 2080Ti einen von der CPU-AIO unabhängigen Kreislauf haben wird, gedenke ich trotz deiner Empfehlung sowas oben einzubauen, das Trumm vorne zu verschrauben und demnach frische Außenluft durch den 45 mm 360-er Kupferkühler zu blasen.
Oben ist ja bereits jetzt die LiqFusion 240 mit den NOCTUA NF-F12 iPPC-3000 PWM drinnen (aktuell auf ca 2600 U max gedrosselt=Sommerbetrieb, sonst 2000 bei 22° im Raum).

Vorne blasen derzeit 2 Stück ARCTIC P14 PWM PST CO Luft nach drinnen und hinten ein FRACTAL Design Dynamic X2 GP-14 (leise, langsam und natürlich mäßig effizient) und oben die beiden NF12 wieder raus.

Im Idle ist in der Regel vorne die Klappe zu gewesen und beim Define R6 kommt dann nur seitlich der Front Luft in das schallgedämmte Gehäuse.
Der PC läuft seit der Verlegung des RAID nach Extern nur noch zum Zocken.
Dann wird natürlich vorne aufgemacht wie bisher auch.

Einer der P14 wird bei Einbau der Graka-Wakü nach hinten wandern, die NF12 oben werden durch einen weiteren neben dem Radiator ergänzt (geht sich hoffentlich aus, wenn ich den AIO-Kühler ganz zur Seite rücke, wo das Raid mal war, weis aber noch nicht wie sich das dann vorne ausgeht).

Vorschläge bezüglich guter Lüfter für den künftigen 2080Ti-Radiator sind willkommen (kommt vorerst mit den 3 originalen Eiszyklon Aurora LUX Pro zum Ersteinsatz), gerne auch mit RGB.

NF12i: 4 Pin PWM, max 3000 U, 43.5 dB (das ist viel zu laut, daher gedrosselt), ? CFM/186.7 m3/h, satte 7.63 mm H2O statischer Druck
ARCTIC P14: 4 Pin PWM, max 1700 U, 0.3 Sone, 72.8 CFM/123.76 m3/h, 2.4 mm H2O statischer Druck
X2 GP-14: 3 Pin, max 1000 U, 18.9 dB, 68.4 CFM/ ?? m3/h, nur 0.71 mm H2O statischer Druck
Aurora LUX Pro: 4 Pin PWM, max 2000 U, 35.6 dB, 104.49 m3/h, 2.0 mm H2O statischer Druck
 

From-Hell

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Ich schau mir die Config morgen Mal an unserem Simulationsprogramm an, da kann ich diverse Werte wie Gehäusemaße und damit Volumen etc. Berechnen, sogar Strömungen grob vorhersagen, der NF12i erreicht gedrosselt den statischen Druck natürlich nicht mehr, aber da gibt es Alternativen. Wenn Du offen bist für Änderungen dann würde ich dir morgen einen Vorschlag für die optimale konfig schicken, Augenmerk auf Lautstärke und optimierte Kühlung, wenn der 360er Kühler noch nicht vorhanden ist, dann hätte ich ne alternative Idee, aber dazu morgen mehr nachdem ich die Simulation durch habe. Aber ich habe da schon was im Kopf.
 

HuDiNi

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Das die Ihren hohen Wert nicht erreichen ist eh klar. Ich würde jedoch vermuten, dass die allemal über 2.5 liegen. Als Basis kannst das sicher nehmen. Ich schau mal, ob ich ein Diagramm über den Drehzahlbereich finde.
 

From-Hell

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Diagramm ist nicht so wichtig letztlich, ich kann mit verschiedenen Lastszenarien verschieden Einbaukonfigurationen durchlaufen lassen, anhand der Werte kannst Du dann das bestmögliche Lastszenario auswählen und ggf noch optimieren, die Anstiegswerte der Lüfter bekomme ich mit den technischen Grunddaten ziemlich realitätsnah berechnet, das einzige Problem wird die Ansteuerung der WaKü Lüfter, denn über die Boardwerkzeuge kannste zwar die CPU Temperatur oder die MB Temperatur als Basis für die Lüfterregelung nehmen, aber das BIOS bekommt keine Temperaturdaten der GPU, daher muss man sich ne Adaptervariante aussuchen, die zumindest das Tachosignal der Grafikkarte mit einbezieht für die Grafikkühlung. Über Windows basierte Steuerelemente zu arbeiten ist zu unsicher und zu zeitversetzt, am besten ist es das BIOS der GraKa anzuzapfen damit die Karte ihre Kühlung selbst regulieren kann
 

HuDiNi

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Wie genau meinst du das?
Auf meinem Z390 AORUS habe ich (unter Windows) die Möglichkeit die am Mobo angeschlossenen Lüfter mit der GPU-Temperatur zu verknüpfen.
Das gilt für den Systemfan 4 und die beiden Pumpenausgänge.
Bei diesen kann man auch die optionalen Temperatursensoren als Referenz verwenden.
Im Bios ist die GPU nicht aufgeführt.

Eine Wakü bzw deren Lüfter muss nicht so wie Luftkühler ad hoc in die Gänge springen.
Da sähe ich nicht wirklich ein Problem, wenn das per Software verknüpft ist.

Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit die Lüfter per Adapter direkt an der Graka zu betreiben.
Das müsste ich aber wegen der Stecker bzw einer eventuell im Shroud der Palit verbauten Adapterplatine noch gegenchecken. Die 4-Pin-Stecker auf der Referenz-Palit sind leider aktuell unbestückt (eventuell müsste man die Adapterkabel direkt verlöten).
Eine Unbekannte wäre hier die Leistungsaufnahme der Industrial-Lüfter von immerhin schon 3.6 Watt bei den 3000-ern. Da müsste man sich die PWM-Controller mal ansehen und gegebenenfalls etwas kühlen.
Alternativ sonst die 2000-er verwenden, die haben nur 1.2 Watt.

PS: Text angepasst, nachdem ich im Bios nachgeschaut habe.
 
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HuDiNi

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Update
Da Urlaub, hatte ich grad Zeit für etwas Recherche.
Bei ARCTIC gibt es Adapter für die 14-poligen PWM/RGB Stecker der 2080Ti.
Habe soeben 2 davon bestellt, daher ist der Lüfterbetrieb direkt an der Karte nun gegeben.
Ein Kabel muss in einen gemeinsamen Stecker umgefriemelt werden, um beide Lüfter getrennt betreiben zu können (sind auf der Palit auch getrennt steuerbar).
Einen Y-Adapter benötigt man wegen der insgesamt 3 Lüfter ohnehin, das ist auch bei einigen größeren Luftkühlern so gelöst.

Die Pumpe der Wakü wird ohnehin am Mobo angeschlossen werden.
 
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From-Hell

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So, habs mal durchgejagt in 5 verschiedenen Konfigs und Lastszenarien
2 Varianten haben extrem gut abgeschnitten, das eine war ein Komplettes Wakü System Ein-Kreislauf mit zwei 360er Radiatoren, aber der Vorteil war nur marginal im Vergleich zu Zweikreissystem mit der AIO.
Folgende Einbauvariante hat die mit mehr als 20% Wärmevorteil das Beste Ergebnis geliefert, und zwar unter allen einbezogenen Elementen wie Chipsatz, RAMs etc.
In der Konfig waren alle Lüfterauslastungen am geringsten, selbst unter angenommener Maximallast sind die nur wenige Sekunden hochgedreht, Ausgangslage 20 Grad Raumtemperatur
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HuDiNi

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Danke schonmal vorab. Wir werden sehen ob der dicke Kupferradiator überhaupt oben rein geht. Das Teil ist 398 mm lang und da kommen außen noch 2 Stoppen in die unbenutzten Löcher, also 3-4 mm dazu (weiß noch nicht wie flach die Alphacool-Schrauben sind). Vorne wird das laut Messung auch schon knapp (400 mm bis zu den Kabeln des Top-IO).
Warten wirs also mal ab (ca 2 Wochen fehlen noch).
Kann ich für die 140-er also die vorhanden ARCTIC nehmen?
 
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