Stromsparender Homeserver

gemini

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Ich bräuchte mal wieder eure Hilfe für die Zusammenstellung einiger Hardware-Komponenten. Ziel ist es dieses Mal, einen stromsparenden Homeserver zu erstellen. Der Server soll im Keller stehen, sodass kein Designer-Gehäuse oder ähnliches notwendig ist :)

Die Aufgaben des Homeservers sollen sich im wesentlichen auf die Durchführung von täglichen, automatisierten Backups von mehreren Servern sowie dem Monitoring dieser Server beschränken. Ggf. kommen später noch kleinere Teilsteuerung für Smart-Home-Komponenten dazu.

Ein festes Budget habe ich erst einmal nicht, allerdings bringt es natürlich wenig, wenn der Preis des Homeservers die eingesparten Stromkosten bei guter Hardware übersteigen sollte.
Benötigt werden ein Gehäuse, CPU, Mainboard und Netzteil. Eine 128GB SSD für das Betriebssystem sowie eine 4TB WD Red habe ich hier noch rumliegen, sodass diese beiden Komponenten ausgespart werden können.

Schon mal danke für eure Hilfe :)
 

Bulletpr00f

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Hoi Chef,

grundsätzlich hört sich dein Anforderungsprofil recht wenig nach richtiger "Serverleistung" an :) Mit welcher Software willst du denn die Backups durchführen? (oder lässt du z.B. nur ein einfaches robocopy laufen?) Monitoring kenne ich persönlich leider nur "groß" (also Nagios, CheckMK und so) - das wäre sicher überdimensioniert bei dir ^^'

Eventuell genügt ja auch ein potentes NAS (mit inkludierter Backup-Funktion)? Hier hättest du direkt Ausfallsicherheit, Hochverfügbarkeit und "globalen" Zugriff (wenn überhaupt nötig).

Ansonsten würde ich wohl ein normales Client-System umfunktionieren und aufstocken, wirklich Rechenleistung brauchst du ja nicht. Redundanz und Ausfallsicherheit in Form von R1 für's System und R5 für die Datengräber sollten schon ein Muss sein.
 

gemini

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Danke @Bulletpr00f :)

Ich weiß, dass die Leistungsanforderungen erst einmal nicht hoch sind, deshalb ja auch Homeserver :D
Die Sicherung wird für die einzelnen Server über verschiedene Skripte realisiert (je nach installierten Diensten). Beim Monitoring hast du schon gut die Richtung vorgegeben. Der Markt bietet hier eben gerade die von dir genannten Tools an, welche sich bei sechs Servern durchaus lohnen.

Wichtig ist mir allerdings vor allem, dass das System (da es 24/7 laufen muss), entsprechend sparsam gestaltet wird. Hättest du oder die anderen da konkrete Vorschläge?
 

Bulletpr00f

BluRay-Putzer
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(richtiger) "Server" und "sparsam" in einen Satz zu verpacken, ist allgemein eher... schwierig ^^' Was wäre denn, wenn du dir als Lösung eher eine Art "auf Serverleistung" orientiertes Desktop-System zusammenstellst, hier dürftest du (z.B. mit Ryzen 5 PRO 4650G auf einem vernünftigen B550 Board) in Sachen Verbrauch recht genügsam leben ohne Leistungseinbußen inkauf nehmen zu müssen. Wenn es an genügend Schnittstellen mangelt, kann man via PCIe Adapterkarten nachjustieren. Grafikkarte sparst du dir durch die iGPU. Kenne auch deine Infrastruktur daheim nicht, aber mit 2.5GBit onboard LAN solltest du mit richtig getakteten Backups auch safe sein. Plattengröße und etwaige Erweiterbarkeit würde ich dann aber wahrscheinlich über einen sep. RAID Controller realisieren oder sogar komplett auf ein NAS auslagern und den "Server" nur für das Management betreiben.

Sowohl Nagios als auch CheckMK sind natürlich unsagbar mächtige Tools, bedürfen aber auch sagenhafter Administration, ehe man alles so hat (und "sieht"), wie man möchte ^^ Wir hatten damals ein 4köpfiges Team, was sich 24/7 nur darum gekümmert hat. Natürlich auch komplett auf den jeweiligen Kunden angepasst. Schön ist halt wirklich der Informationsgehalt, der sich konfigurieren lässt. Von simplen call-home Alerts, Uptime und Auslastung der Systeme, über Datenbankfehler, abgelaufenen Zertifikaten, SNMP Traps und und und... Bin froh, da nie genau involviert gewesen zu sein. Wenn du aber genaueres an Infos brauchst, kann ich mal versuchen, an meine alten Kollegen aus Erfurt heranzutreten und zu vermitteln :)
 

gemini

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Das mein Ziel kein richtiger Server mit der entsprechenden (teuren) Hardware werden soll, hätte ich vlt noch klarer darstellen sollen. Dachte das wäre mit dem Homeserver klar gewesen :)
Mir würde Desktop-Hardware vollkommen ausreichen. Wichtig ist aus meiner Sicht nur, dass der Server für meine relativ kleinen Anforderungen genug Leistung hat (Backups sollten parallel geladen werden) sowie so wenig wie möglich Strom verbraucht. Wäre die der erwähnte Ryzen 5 PRO 4650G die optimale Wahl oder geht es noch stromsparender bei entsprechend ausreichender Leistung?

Zum Monitoring-Tool: keine Sorge, da habe ich schon ausreichend Erfahrungen. Aber danke für das Angebot :)
 

Poulton

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Spontan würde mir noch Gemini Lake einfallen. Leider ist Gemini Lake Refresh hierzulande noch nicht verfügbar und mit Tremont ist erst nächstes Jahr zu rechnen.

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bzgl. Leistung: Intel Pentium Silver J5005 Benchmarks and Review | ServeTheHome
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ASRock J4105-ITX im Test - Mini-ITX mit 4-Kern Gemini-Lake Prozessor
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Wenn das zuwenig Leistung für dich ist: Mal den Marktplatz vom Luxx abklappern. Ich mein ich habe da letztens sowohl einen i3 8100 als auch einen i3 9100F für je 50€ gesehen. Die unterstützen beide auch ECC, wenn darauf Wert gelegt wird.
 
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gemini

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Entschuldigt die späte Rückmeldung, leider ist aktuell viel zu tun.

Danke @Poulton für die Vorschläge. Leistungstechnisch sowie beim Stromverbrauch sieht das wunderbar aus. Und der einzige negative Punkt mit den maximal 8GB RAM scheint ja auch widerlegt zu sein.
Ich habe mal alles in einer Geizhals-Liste zusammengestellt. Es fehlt lediglich noch ein Netzteil. Welches wäre da geeignet? Es sollte für eine SSD und bis zu vier Festplatten ausgelegt sein.


Falls es noch alternative Vorschläge zum RAM oder dem Gehäuse gibt, auch gerne her damit. Danke :)
 

Poulton

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gemini

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Du stellst mich aber auch vor Entscheidungen :D

Bleibt aber leider immer noch die Frage nach dem Netzteil offen. In den Tests wird jeweils eine PicoPSU oder ähnliches genutzt/empfohlen. Problem sehe ich hierbei in den wenigen verfügbaren Anschlüssen für die Festplatten. (z.B. Streacom Nano120 PSU ab € 82,57 (2020) | Preisvergleich Geizhals Deutschland)
Andere Netzteile scheint es aber erst ab 200W aufwärts zu geben. Wenn ich mal grob überschlage und alles großzügig aufrunde, komme ich auf einen maximalen Verbrauch von 80W, womit die 200W doch etwas viel wären.
Habt ihr hier noch Tipps?
 
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